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Newsletter 16.05.2014

Initiative gegen Fluglärm Mainz e. V.

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,


wir rufen Sie/Euch auf, am kommenden Montag, dem 19. Mai 2014 um 18 Uhr ins Terminal 1 B zu kommen und gegen den weiteren Ausbau des Frankfurter Flughafens, insbesondere den Bau des Terminal 3 zu demonstrieren. "Viele Menschen können sich immer noch nicht vorstellen, was auf diese Region zukommt, wenn Fraport seine Ausbaupläne realisiert. Wer heute noch in einem nicht oder kaum belasteten Gebiet wohnt, kann sich schon morgen in der Fluglärmhölle des Frankfurter Flughafens wieder finden“, warnt Jochen Schraut, 1. Vorsitzender der Initiative gegen Fluglärm Mainz e.V., und führt weiter aus: „Die Politik wird sehr genau registrieren, dass der Widerstand gegen Lärm, Abgase und Ausbauwahn mehr als 2 1/2 Jahre nach Eröffnung der Landebahn Nordwest stark und lebendig ist. Wir werden am 19. Mai 2014 das Terminal 1 zum Beben bringen!“

Die mehr als 100 Politiker aus der Region, die ihre Teilnahme zugesagt haben, darunter der hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir und die rheinland-pfälzischen Minister Alexander Schweitzer (Gesundheit) und Ulrike Höfken (Umwelt) sollen hautnah spüren, dass wir weiterhin gegen den Terror aus der Luft kämpfen, und verhindern werden, dass die Rhein-Main-Spessart Region zur Lärmmülldeponie von Fraport und Lufthansa verkommt.

"Kommen Sie alle am Montag zum Frankfurter Flughafen, und lassen Sie uns gemeinsam für unsere Gesundheit und eine lebenswerte Region kämpfen!“, appelliert Anselm Einsiedel, Pressesprecher der Initiative und ergänzt; „Wie heute feststeht, hat die Fraport AG den Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau des Frankfurter Flughafens durch zahllose unrichtige und teilweise offensichtlich manipulierte Gutachten erschlichen, und dieser Planfeststellungsbeschluss ist noch NICHT rechtskräftig! Auch wenn Politik und Luftfahrt Industrie nicht müde werden dies zu behaupten!“


Die Eröffnung der Landebahn Nordwest und die Gründung neuer Bürgerinitiativen

Am 21. Oktober 2011 wurde die Landebahn Nordwest am Frankfurter Flughafen eröffnet. Für hunderttausende Menschen in der Region bedeutete dieser Tag den bislang schwerwiegendsten Eingriff in ihr Leben.
Unter den neuen An- und Abflugschneisen formierte sich der Widerstand und neue Bürgerinitiativen schossen wie Pilze aus dem Boden. Sie kämpfen seitdem gemeinsam mit den seit vielen Jahren bereits bestehenden Initiativen gegen den weiteren Ausbau des Frankfurter Flughafens.

Täglich dröhnen bei Starts und Landungen hunderte von Flugzeugen brüllend laut über Kindergärten, Schulen, Kliniken und Wohnhäuser hinweg.

Bereits heute sind mehr als 1200 km² unserer Region verlärmt. Trotzdem plant der selbsternannte „gute Nachbar“ Fraport, ohne jegliche Rücksicht auf die heute schon schwer belasteten Anwohner, für die nächsten Jahre, die Anzahl  der Flugbewegungen und damit auch den Lärm um fast 50 % zu erhöhen .


Entstehung, Bedeutung und Erfolge durch die Montagsdemonstrationen seit 2011

Schnell gelang es den Bürgerinitiativen, dem Protest ein öffentlichkeitswirksames „Gesicht“ zu geben. Am 14. November 2011 fand die 1. Montagsdemonstration am Frankfurter Flughafen statt, an der etwa 350 Menschen teilnahmen. Ihr sollten bislang 98 Demonstrationen und 22 Mahnwachen folgen, an denen teilweise bis zu 5000 Menschen teilnahmen. Die Hoffnung der Politik und der Luftverkehrswirtschaft, der Protest gegen den Ausbau des Flughafens werde sich mit der Zeit verlaufen, erfüllte sich nicht. Jeden Montag kommen weiterhin zwischen 1000 und 1500 Menschen in den Frankfurter Flughafen, um für das Grundrecht auf Schutz ihrer Gesundheit und die Erhaltung der Lebensqualität in der Rhein-Main-Spessart Region zu demonstrieren.

Die Protestbewegung kann bisher u.a. folgende Erfolge für sich in Anspruch nehmen:

  • Zum Thema Gesundheitsschädigung durch Verkehrslärm erscheinen nahezu täglich Berichte in zahlreichen regionalen und bundesweit erscheinenden Zeitungen.
  • Sowohl der Hessische als auch der Bundes Koalitionsvertrag beinhalten erstmals - wenn auch bei weitem nicht ausreichende - Vereinbarungen für mehr Schutz vor den Gefahren des Fluglärms.
  • Die Wählerinnen und Wähler im Frankfurter Süden haben die sicher geglaubte Wahl des CDU-Kandidaten Boris Rhein zum Frankfurter Oberbürgermeister verhindert.
  • Das Land Rheinland-Pfalz startete eine Bundesratsinitiative, die u.a. eine Stärkung der Nachtruhe zum Gegenstand hat.
  • Das Märchen vom „Jobwunder am Flughafen“ wurde entlarvt und einer breiten Öffentlichkeit ist heute bekannt, dass die Luftverkehrswirtschaft ohne jährliche Subventionen von mehr als 15 Milliarden Euro überhaupt nicht überlebensfähig ist.
  • Die FDP und ihr Verkehrsminister Florian Rentsch wurden aus der hessischen Landesregierung abgewählt.
  • Schließlich steht für Prozessbeobachter des Revisionsverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig fest, dass es ohne den medienwirksamen Protest im Frankfurter Flughafen heute kein - wenn auch noch unzureichendes - Nachtflugverbot gäbe.


Warum die 100. Montagsdemonstration von herausragender Bedeutung ist

Voraussichtlich im Herbst 2014 wird der Hessische Verwaltungsgerichtshof über die noch etwa 60 anhängigen Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss entscheiden.
Entgegen weit verbreiteter Meinung ist der Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau des Frankfurter Flughafens NICHT rechtskräftig. Dabei können die Kläger - anders als in den bereits entschiedenen Verfahren - Erkenntnisse aus dem nunmehr über zweijährigen Realbetrieb der Landebahn Nordwest  in den Prozess einführen. Es hat sich z.B. gezeigt, dass das vom Gericht geforderte, langsame An- und Abschwellen der Flugbewegungen und des Lärms in den Nachtrandstunden nicht stattfindet. Auch ging der Hessische Verwaltungsgerichtshof bei seiner Entscheidung im Jahre 2009, aufgrund der manipulierten Fraport-Gutachten fälschlicherweise davon aus, dass es in Flörsheim und Raunheim keine Gefahren durch Wirbelschleppenschäden geben wird. Die Liste der neuen Erkenntnisse ist lang und das Gericht wird sich schwer tun, diese zu ignorieren und bei seiner Entscheidung nicht zu berücksichtigen.

Es ist daher von großer Bedeutung, dass die den Protest sehr genau verfolgenden Richter und Politiker verstehen, dass der Ausbau des schon vorher raumunverträglichen Frankfurter Flughafens ein schwerer Fehler ist, den die Menschen in der Region nicht hinnehmen werden.



Aufruf zur Teilnahme an der
T-Shirt Aktion am Montag: -FLUCHLÄRM- Wir brauchen dringend mindestens 18 Personen die in einer Reihe gehen und mit ihren T-Shirts gemeinsam gegen

F L U C H L Ä R M !

Flagge zeigen, Treffpunkt ist um 17:30 Uhr am Motivwagen vor dem Terminal 1 B



Reise- und Demonstrationshinweise:

Montag, 19.Mai 2014
18:00 Uhr Abflughalle des Terminal 1, Flugsteig B unter der großen Anzeigetafel
Motto: "Gemeinsam zum Erfolg"


Gemeinsam zur Demonstration! Mit der Bahn:
ab Hauptbahnhof und Bahnhof „Römisches Theater“ (Südbahnhof):
Treffpunkt ab 17:00 Uhr,
Gleis 4a Hbf
Gleis 4 Römische Theater
um Gruppentickets zu organisieren ( für 3 Euro bei 5 Mitfahrern!)

Abfahrt
S8 ab 17:32h Mainz Hbf
S8 ab 17:36h Römisches Theater

Gemeinsam zur Demonstration! - Mit dem Bus:
Unsere Initiative hat zwei Shuttle Busse von der MVG gechartert, die Busse fahren um 17:00 Uhr am Portland Parkplatz an der Wormser Strasse 201 in Weisenau ab.
Sollten die Plätze im Bus besetzt sein, bilden Sie Fahrgemeinschaften mit Ihren PKWs.

Gemeinsam zur Demonstration! Mit dem Auto:
Eine Anreise mit dem Auto ist ebenfalls problemlos möglich, da die Autobahnen in Richtung Flughafen am späten Nachmittag frei sind. Dies galt an den letzten Montagen auch für die Rückfahrt.
Gemeinsam demonstrieren macht mehr Spaß, gemeinsam fahren spart Benzin- und Parkhauskosten! Bieten Sie Mitfahrgelegenheiten an, per Mail info@fluglaerm-mainz.info (mit Treffpunkt und Uhrzeit). Oder kommen Sie mit Ihrem Auto zum Portlandparkplatz (Wormser Strasse 201) und bilden Sie dort Fahrgemeinschaften!

 


Initiative gegen Fluglärm Mainz e.V.
Oderstraße 4
55131 Mainz
E-Mail: info@fluglaerm-mainz.info
Web: www.fluglaerm-mainz.info


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