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Newsletter 29.01.2016

Initiative gegen Fluglärm Mainz e. V.

Liebe aktive Fluglärmgegner,

wir melden uns mit ein wenig Verspätung im neuen Jahr, in dem der Protest gegen den weiteren Ausbau des Frankfurter Flughafens fortgesetzt wird. Wir haben die Arbeit schon Anfang Januar mit neuen und zeitintensiven Projekten wieder aufgenommen und versprechen Ihnen, dass wir einiges vor haben und nicht locker lassen werden bis eine deutliche Verbesserung unserer schweren Belastung erreicht ist. Dabei haben wir ein „dickes Brett zu bohren“, da die Luftverkehrs-Lobbyisten einen starken Einfluss auf die Politik haben und sich mit dem Arbeitsplatzargument (noch) durchsetzen können. Dennoch sind die Themen Fluglärm, Flugzeugschadstoffe, Ultrafeinstaub und die damit einhergehenden Gesundheitsgefahren allgegenwärtig und haben die Luftverkehrswirtschaft weiter in die Defensive gedrängt. Dies belegt allein die Auswahl der weiteren Artikel in diesem Newsletter, die die Ereignisse und Erkenntnisse der letzten vier Monate speziell zum Frankfurter Flughafen und der Region wiedergeben. Diese Meldungsflut wird auch in 2016 nicht abreißen.

Nur in Kürze, was Stand heute im Jahr 2016 an Ereignissen zu erwarten ist: Das Bundesverwaltungsgericht wird sich erneut mit der Zulässigkeit des Flughafenausbaus befassen. Einige Kläger haben bereits angekündigt, notfalls den Rechtsweg bis zum Europäischen Gerichtshof zu beschreiten. Für diesen spielt der Umwelt- und Gesundheitsschutz eine weitaus größere Rolle als in der Rechtsprechung der einzelnen Mitgliedsstaaten. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof wird erstinstanzlich über die Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss der Flörsheimer Privatkläger entscheiden. Zudem muss er sich erneut mit der Südumfliegung befassen, da ihm das Bundesverwaltungsgericht aufgegeben hat, zu prüfen, ob es eine lärmärmere Abflugvariante zur gegenwärtigen Südumfliegungsvariante gibt, die den Mainzer Süden und Rheinhessen schwer belastet. Bestätigt hat das Bundesverwaltungsgericht die Feststellung des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs, dass die Südumfliegung nicht in der Lage ist, eine Abwicklung von 126 Flugbewegungen pro Stunde zu gewährleisten. Damit kann die angestrebte Kapazität von 700.000 Flugbewegungen im Jahr nicht erreicht werden. Dies war allerdings der Grund für den Ausbau des Frankfurter Flughafens. Das alte Zweibahnensystem hätte bis zu ca. 520.000 Flugbewegungen abwickeln können. Hiervon ist der Frankfurter Flughafen weiter entfernt denn je. Letztlich hat der Ausbau des Frankfurter Flughafens zu einer großflächigen Verlärmung der Region aber nicht zu einer Steigerung der Flugbewegungen geführt.

Im Jahr 2015 belief sich die Anzahl der Flugbewegungen übrigens auf ca. 468.500 und und wird auch im Jahr 2016 weiter zurückgehen. Hierfür sorgen insbesondere Ryanair und EasyJet, die ihre Flotten in den nächsten Jahren nahezu verdoppeln werden. Hierdurch werden tausende neue Direktverbindungen in Europa geschaffen, die einen Flug mit Lufthansa und ein Umsteigen an den Drehkreuzen in Frankfurt und München preislich und zeitlich unattraktiv machen. Es sind nämlich nicht nur Intercontinental-Passagiere, die den Frankfurter Flughafen zum Umsteigen nutzen. Auch die Mehrzahl der Europa-Passagiere sind Umsteiger. Dabei werden Umsteiger doppelt gezählt, einmal beim Landen und sodann beim Weiterflug. Dies ist übrigens keine Erfindung der Fluglärmgegner sondern kann im Geschäftsbericht der FRAPORT AG nachgelesen werden. Die Anzahl der Umsteiger am Frankfurter Flughafen beträgt ca. 60%. Demzufolge kommen lediglich 25 Millionen Passagiere aus der Region. Bei den 36 Millionen Umsteigern handelt es sich in Wahrheit also um 18 Millionen Menschen. Fliegen künftig 5 Millionen Menschen in Europa statt mit Lufthansa über Frankfurt direkt zu ihren Zielen, sinkt die Zahl der Passagiere am Frankfurter Flughafen gleich von 61 Millionen auf 51 Millionen. Dies zeigt, wie fragil das Geschäftsmodell des Frankfurter Flughafens ist und wie hochriskant der Bau des Terminal 3 ist, der ca. 3 Milliarden Euro verschlingen wird. Zudem saugen die Golf-Airlines und Turkish-Airlines in ganz Europa Passagiere auf und schleusen sie über ihre Drehkreuze nach Asien und Afrika. Große Marktanteile verlor Lufthansa in den vergangenen Jahren auch auf den lukrativen Strecken von Asien in die USA. Man könnte dieses Wettbewerbsthema noch endlos diskutieren. Wir sind uns sicher, dass der Frankfurter Flughafen künftig weitere Marktanteile verlieren wird, zu denen auch das von den Fluglärmgegnern erstrittene eingeschränkte Nachtflugverbot seinen Beitrag leistet.

Auch in der Politik bewegt sich einiges. Die Länder Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg haben eine gemeinsame Bundesratsinitiative zur Verbesserung des Fluglärmschutzes auf den Weg gebracht. Dieser Bundesratsinitiative sind intensive Gespräche der Mainzer Flugläminitiativen mit Malu Dreyer und dem rheinland-pfälzischen Umweltministerium vorausgegangen. Einzelheiten zur Bundesratsinitiative entnehmen Sie bitte diesem Newsletter.

Alles in allem verspricht das Jahr 2016 spannend zu werden. Wir werden Sie über aktuelle Themen gerne auf dem Laufenden halten.

Ihre Initiative gegen Fluglärm Mainz e.V.


NORAH-Studie

In der Lärmwirkungsstudie NORAH sind über mehrere Jahre hinweg die Auswirkungen von Verkehrslärm auf Lebensqualität, Krankheitsrisiken, Blutdruck und Schlaf sowie auf die geistige Entwicklung untersucht worden. Jetzt liegen die Ergebnisse vor. Wer dauerhaftem Verkehrslärm ausgesetzt ist, hat ein signifikant erhöhtes Risiko an einer Depression oder Herzinsuffizienz zu erkranken.

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Ultrafeinstaub

Die Initiative gegen Fluglärm Mainz e.V. hat Messungen vorgelegt, bei denen die Menge ultrafeiner Partikel bei Überflug eines Flugzeuges um die vierfache Menge anstieg – und mehr. Auch das Umweltbundesamt misst inzwischen ultrafeine Partikel rund um den Flughafen – mit ähnlichen Ergebnissen. Ein neues Forschungsvorhaben soll dem jetzt nachgehen.

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Klimawandel durch Luftverkehr

Die Umweltstudie für das Europäische Parlament „Emission Reduction Targets for International Aviation and Shipping“ von November 2015 kommt zu dem dramatischen Ergebnis, dass der weltweite Anteil des Luftverkehrs am Klimawandel im Jahre 2050 22% betragen wird. Damit werden alle bisherigen Prognosen geradezu pulverisiert.

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Südumfliegung

Wie bereits im Leitartikel erwähnt, hat sich das Bundesverwaltungsgericht mit der Südumfliegung befasst und dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof aufgegeben, zu prüfen, ob es eine lärmärmere Abflugvariante bei Starts in Richtung Süden und West gäbe. Hierzu einige Artikel aus der Presse.

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Lärmobergrenze

Seit 15 Jahren bereits wird sie den Bürgerinnen und Bürgern rund um den Frankfurter Flughafen versprochen: eine verbindliche und rechtssichere Begrenzung des seit Jahrzehnten immer weiter ansteigenden Fluglärms. Jetzt haben die Städte Mainz und Walldorf eine gemeinsame Initiative gestartet.

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150. Montagsdemo

Seit dem 21. Oktober 2011 ist in weiten Teilen des Rhein-Main-Gebiets nichts mehr wie es früher einmal war. Mit Eröffnung der Landebahn Nordwest und der damit einhergehenden Flugroutengestaltung hat der Lärmteppich die Hälfte des Mainzer Stadtgebiets unter sich begraben. Wer unter der Abflugroute der Südumfliegung lebt, muss den Lärm ganzjährig ertragen. Eine ganze Region wird für das Geschäftsmodell von Fraport und Lufthansa, Passagiere aus aller Welt zum Einkaufen in Frankfurt umsteigen zu lassen, in die Haftung genommen. Nach wie vor pilgern Montag für Montag mehr als 500 Fluglärmgeschädigte zum Flughafen, um gegen die Verlärmung einer ganzen Region ein lautstarkes Gegenzeichen zu setzen. Sie stehen stellvertretend für all jene, die den Glauben an Gerechtigkeit und das Verantwortungsbewusstsein der Politik bereits verloren und deshalb den sichtbaren Widerstand aufgegeben haben. Am 22. September 2015 fand die 150. Montagsdemonstration am Frankfurter Flughafen statt.

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Bundesratsinitiative zum Fluglärmschutz

Die Länder Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg haben eine Bundesratsinitiative auf den Weg gebracht, die den Lärmschutz allgemein, insbesondere aber bei der Flugroutenplanung verbessern soll. Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Pressemitteilung des Landes Rheinland-Pfalz.

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Mahnwache am 5. Februar 2016 ab 18:30 Uhr vor dem Kurfürstlichen Schloss in Mainz

Unter dem Motto „Mainz war Mainz, wie´s singt und lacht… jetzt ist´s Mainz wie´s lärmt und kracht“ findet am Abend der Fastnachtsitzung am 5. Februar 2016 um 18:30 Uhr traditionell eine Mahnwache vor dem Kurfürstlichen Schloss statt. Diese wird am Haupteingang in der Peter-Altmeier-Allee stattfinden. Bitte bringen Sie Masken und Fluglärmschilder mit. Wir wollen insbesondere den Politikern aus Hessen einen „heißen Empfang“ bereiten.

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Fluglärmgegner auf dem Rosenmontagszug

Liebe Rosenmontagfans unter den Fluglärmgegnern, Weihnachten ist noch nicht richtig vorbei und die Fastnachtskampagne ist schon losgegangen.

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Initiative gegen Fluglärm Mainz e.V.
Heidesheimer Straße 58
55124 Mainz
E-Mail: info@fluglaerm-mainz.info
Web: www.fluglaerm-mainz.info


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